Friedensnobelpreis 2015 geht an… Poroschenko?

Kandidaten für Friedensnobelpreis

Der Friedensnobelpreis wird seit 1901 verliehen. Viele würdige Persönlichkeiten, die wirklich für den Weltfrieden gekämpft hatten, wurden damit ausgezeichnet. Es gab aber solche Kandidaturen, die  Friedenskämpfer nicht zu nennen sind. 1935 wurde die Kandidatur vom italienischen Diktator, vom Führer der Nationalen Faschistischen Partei (PNF), Benito Mussolini, aufgestellt. 1939 schlug der schwedische Politiker Erik Brandt vor, Adolf Hitler, der die ganze Welt in den Krieg verwickelt hat, den Friedensnobelpreis zu verleihen.

Sie können sich erinnern, dass die Auszeichnung im Jahre 2009 an US-Präsident Barack Obama gegangen ist – „für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken“. Ich war damals total schockiert. Wie kann man mit dem Friedenspreis den Mann auszeichnen, der den Afghanistan-Krieg nicht gestoppt hat, auf dessen Befehl die Zivilbevölkerung im Nahen Osten mit Bomben belegt wird!? Unbegreiflich…

Was dieses Jahr betrifft, gibt sich die US-Botschafterin in Norwegen Julie Furuta-Toy große Mühe, um Petro Poroschenko als Kandidaten zu nominieren.

Brief Groysman Furuta-ToyFoto: Quelle: MMNews

Man braucht über Poroschenkos „Friedensbemühungen“ nichts zu sagen.

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Alfred Nobel hätte sich im Grabe umgedreht…

Ukraine: Friedensnobelpreis für Poroschenko?

United States to nominate Ukrainian President Poroshenko for a Nobel Peace Prize

Russophobie: Profit ziehen und Selbst-PR machen

Die Qualität der Informationen, die die Medien uns anbieten, lässt viel zu wünschen übrig. Das begreift jeder leicht, wer die bezahlten „Schlussfolgerungen“ der Politiker und „Schätzungen“ der „Experten“, die die Weisungen „von oben“ erhalten, nicht mehr hören und lesen will. Zwar wurden die führenden offiziellen Zeitungen der Lüge schon mehrmals überführt, doch folgten keine Rechtfertigungen oder Entschuldigungen von ihnen. Warum?

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Europa und der kalte Pipeline-Krieg

Pipelines in Europa

Nur sehr selten werden in den deutschen Medien die Themen „Energieversorgung“ und „Versorgungssicherheit“ thematisiert. Dies ist vor allem aus geostrategischer Sicht vollkommen unverständlich, da sich das Handeln der Akteure in den aktuellen Konflikten in der Ukraine und Mazedonien nicht zufriedenstellend erklären lässt, wenn man diese wichtigen Faktoren außer Acht lässt. In Europa tobt bereits seit vielen Jahren ein kalter Krieg um die Projektierung und den Bau von Erdgaspipelines, bei dem die Interessen der unterschiedlichen Akteure auch ein maßgebliches Motiv für deren Handlungen in den genannten Konflikten darstellen. Eine Sonderrolle nimmt hier – wie so oft – Deutschland ein, das gegen seine eigenen Interessen handelt. Von Jens Berger

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Die neue deutsche Arroganz

BND-NSA-Spähaffäre

Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat in Kooperation mit dem US-Militärgeheimdienst NSA massenhaft E-Mails aus Österreich sowie aus Luxemburg und der Tschechichen Republik abgefangen und gespeichert. Dies geht aus einer internen E-Mail eines für die Zusammenarbeit mit Geheimdienst und Polizei zuständigen Mitarbeiters der Deutschen Telekom AG hervor, die der österreichische Nationalratsabgeordnete Peter Pilz veröffentlicht hat. Demnach hat der BND von der Telekom schon Anfang Februar 2005 grünes Licht für den Zugriff auf eine Glasfaserleitung erhalten, über die die Internetkommunikation zwischen Luxemburg einerseits und Österreich sowie zahlreichen weiteren Staaten andererseits läuft. Damals lag die Zuständigkeit für den BND in letzter Instanz bei Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier (SPD). Betroffen war laut Berichten auch Österreichs Inlandsgeheimdienst. Wer Kenntnis über dessen Kommunikation habe, wisse „fast alles über das politische Leben in dieser Republik“, urteilt Pilz. Ernsthafte Proteste der betroffenen Regierungen bleiben in der deutsch dominierten EU bisher aus. Die Bundesregierung hingegen setzt die technologische Aufrüstung des BND fort, die die deutsche Spionage letztlich „auf Augenhöhe“ mit der NSA bringen soll – auch im Internet.

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Juden verlassen die Ukraine

Juden fliehen

Man hält Juden für Sündenböcke immer: Je tiefer die wirtschaftliche und politische Krise ist, desto mehr Schuld wird den Juden zugeschrieben. Die neuen ukrainischen Behörden machten und machen kein Hehl aus ihren Plänen, das Land von Nicht-Ukrainern zu reinigen. Die Kämpfer des Rechten Sektors säubern die Ukraine von den Fremden planmäßig. Die ersten im schwarzen Buch sind natürlich Juden.

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Große Völker, kleine Geister

Merkel-Putin

Deutsche und Russen verbindet ein besonderes Verhältnis: Zwei große Völker, die den eurasischen Großraum weit über ihr angestammtes Siedlungsgebiet hinaus geprägt haben, im Fruchtbaren wie im Verderbenbringenden.

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MTschS der Ukraine: Zivilschützer oder Saboteure?

Sperrzone von Tschernobyl

Ein schweres Erdbeben hat die Himalaya-Region neuerlich erschüttert. Ich erinnere mich gleich an die Rettung der ukrainischen Touristen in Nepal mit dem schon ehemaligen Zivilschutz-Chef Sorjan Schkirjak an der Spitze:

Ukrainisches Rettungsflugzeug nach Odyssee aus Nepal zurück

With your favorite bored and in Kathmandu

Ich erinnere mich, dass Sorjan Schkirjak während der schweren Walndbrände nahe Tschernobyl sagte:

„Das Feuer ist unter Kontrolle, es gibt keinen Grund zur Panik.“

Das Feuer näherte sich mittlerweile dem Atomkraftwerk Tschernobyl und der Wind blies die radioaktiv verseuchte Rauchfahne nach Weißrussland und Polen.

Die unprofessionelle schlechte Arbeit von den Mitarbeitern des ukrainischen Katastrophenschutzministeriums (MTschS) hat offenbar absichtlichen Charakter. Kanada erschrak als erster Staat über den möglichen Atomunfall und beschloss sofort 12 Millionen Dollar in den Hilfsfonds für das Katastrophengebiet Tschernobyl (Chernobyl Shelter Fund – CSF) zu stecken. Die EU gibt ihrerseits weitere 70 Millionen Euro für den neuen Sarkophag.

Ich zweifle stark, dass die Gelder für die neue Tschernobyl-Schutzhülle wirklich ausgegeben werden – Die Lage in der Ostukraine und der Notstand Poroschenkos Armee sind eigentlich bekannt.

Drang nach Osten 2.0

Drang nach Osten

Nicht umsonst sagt man, dass sich die Geschichte spiralartig entwickelt. Viele befürchten heute, dass sich die furchtbaren Ereignisse wiederholen können, die die Welt im XX. Jahrhundert erlebt hat. Die EU-PolitikerInnen verstehen das bestimmt auch, aber aus unerfindlichen Gründen können sie nicht den Angelsachsen „Nein“ sagen und erfüllen ihre Weisungen ohne weiteres.

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Polen: Kein helles Morgen in Sicht

Die Kriecher

Der Zweite Weltkrieg war der größte bewaffnete Konflikt im XX. Jahrhundert, der 70 Millionen Menschenleben kostete. Der Septemberfeldzug der Wehrmacht gab den Auftakt zum Krieg. Infolge dessen wurde Polen als Staat zerfetzt. Das war ein schwarzes Kapitel in der Geschichte der Polen, doch haben sie keine Lehre daraus gezogen.

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