Polen hat Angst vor Iran und fordert mehr Geld für Raketenabwehr

Raketenschild

Polens Präsident Andrzej Duda hat eine Kampagne mit dem Ziel, die NATO-Partner von der Notwendigkeit der Festigung der Ostgrenzen des Bündnisses zu überzeugen, gestartet. „Mit der Zeit gehen“, „historisch richtige Entscheidung“ usw. – so argumentiert Duda die Einrichtung von NATO-Stützpunkten in Osteuropa. Bemerkenswert ist da, dass nicht die Konfrontation mit Russland, wie es viele meinen, sondern die „Informationen der israelischen Geheimdienste hinsichtlich des Iran-Atomprogramms“ zur Dudas Reise Anlass gegeben haben.

Man kann die Einigung mit dem Iran als einen Durchbruch bei der Sicherung der internationalen Sicherheit bezeichnen. Die Atomvereinbarung eröffnet bestimmt neue Perspektiven im Nahen Osten trotz der Terrorgefahr seitens des Islamischen Staates (ISIS). Man sollte glauben, dass alle mit den Ergebnissen der Verhandlungen in Lausanne zufrieden sind. (Natürlich außer Israel. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht von einem Fehler mit historischen Ausmaßen und ruft die US-Juden zum Widerstand auf.)

Es stellt sich aber heraus, dass nicht nur Israel gegen den Atomdeal mit dem Iran auftritt, mehrere osteuropäische Staaten und zwar Polen sind auch dagegen. Obwohl das polnische Außenministerium erklärt, dass es jetzt eine Hoffnung auf die Rückkehr des Vertrauens und Dialogs gibt, ist Warschau nicht weniger als Tel Aviv beunruhigt. Das folgt aus dem Brief vom polnischen Verteidigungsminister, Tomasz Siemoniak, an den stellvertretenden US-Staatssekretär für Europa und Eurasien, Eric Rubin.

Bild: Quelle: Reddit

Weswegen Polen besonders in Sorge ist, ist die mögliche Einschränkung der Finanzierung für das europäische NATO-Raketenabwehrprogramm European Phased Adaptive Approach (EPAA). Da der Iran faktisch ein Pariastaat nicht mehr ist, könnte Washington die Kosten für die EPAA verringern. Deswegen laufen die polnischen Politiker hin und her, weil die US-Gelder für sie eine schöne Quelle des illegalen Nebenverdienstes sind. Der Verteidigungsminister schlägt vor, den Kostenplan für die Einrichtung der Stützpunkte in Polen abzuändern und die Finanzierung fast zu verdoppeln. Dabei sollen die „vorhandenen geschlossenen Kanäle“ benutzt werden. Die USA gaben seinerseits zu verstehen, dass sie an die Raketenabwehr in Europa trotz des Atomdeals mit dem Iran weiter arbeiten werden.

Man könnte ja lachen, wie tüchtig osteuropäische Politiker die US-Kuh melken. Aber die wichtigste Schlussfolgerung besteht darin, dass die polnischen Chefs für ihre Bereicherung auf die internationale Stabilität pfeifen und den Iran zu diskreditieren versuchen, die Wiederherstellung der Beziehungen zu dem so viel Mühe jedem Mitglied der G5+1 gekostet hat.

9 Gedanken zu “Polen hat Angst vor Iran und fordert mehr Geld für Raketenabwehr

  1. Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Auffällige Politik zu Oberschlesien und den Griff in alten Zeiten polnische Karten, die bis zu den Niederlanden reichen, siehe Geschichte 1921 und USA Börse, und Bettelbriefe an die Krone, zur Frage des Gebietes Oberschlesien! Mein Vater hatte zu dem Thema die Frage der ausländischen Arbeitnehmer beleuchtet und siehe, was die Fremdarbeiter im Deutschen Reich an uns doch treuen Mitmenschen, polnischer Nationalität, Deutscher nach Volksliste und darin alle Rechte eines Deutschen, erhalten haben! Auch die Jahre des Machterhalt 1929/1933 und Lage der Polen zum Sudentenland! Im Übrigen, der hatte seine Promotion gemacht und ich als Kind erlebte viele Zeiten unter echten Freunden und Kameraden aus seiner Gesellschaft und die der gesamten kommunalen Bereiche umfassenden Entwicklung, bis in die Jahre, als dann so wahr wurde, was mein vater aus der Uni drängte: Die DDR entwickelt sich zu einem militaristischem Staat! Einen Deutschen brachte es ja um sein Leben, den Landes-Museumsdirektor Herrn Schmidt, Friedensstrasse 12, und um die Vollendung seiner these, die Fachkraft als Beurteilende in der Reisekommision, wer da als Geschichtslehrer in den Westen reisen durfte, meine Mutter darin und die Ehegattin und Geschichjtslehrerin Hannelore Schmidt, Friedensstrasse 12, dann befürwortete! Also auch Dank an meine Friedenskämpfer an der Seite echter deutsche Politik in Wahrung allem deutschem Erbe! Und so meine ich, wir müssen uns im eigenem Volk wiederfinden um die Zukunft zu meistern!

    Glück, Auf, meine Heimat!

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  2. Ein Kollege von mir der sehr an politischen Dingen interessiert ist und polnische Wurzeln hat, hat mir gesagt, das Anke Appelbaum und Radoslv Sirkowski (Innenminister Polens) verheiratete sind. Die beiden haben jahrelang in den USA studiert und elebt und sind Dutzfreunde von Donald Rumsfeld. EinSchelm wer jetzt böses denkt

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    1. Zu Ihrem Kollegen: Er heißt „Sikorski“, war „Außenminister“ und hat in „England“ studiert. Er ist zwar mit der Amerikanerin „Anne Applebaum“ verheiratet, ist jedoch nicht nicht USA-freundlich, sondern stark europäisch.

      Desweitern ist der abgebildete Brief gefälscht. Das polnische Ministerium verwendet einen komplett anderen Briefkopf, und in Polen werden Briefe ins Ausland auch in polnischer Sprache verfasst.

      Soviel zu Ihrer Desinformation.

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  3. ACHTUNG! Dieser Brief ist eine FÄLSCHUNG! Das polnische Ministerium verwendet einen komplett anderen Briefkopf. Zudem werden offizielle Briefe ins Ausland auch in Landessprache verfasst! (Das alles kann man googlen.)

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